Dr. med. Theresa Maria Zeller -

Sich selbst heilen durch Atmung

Die natürliche Atmung ist uns verloren gegangen 
“Wenn man ein Baby beim Atmen beobachtet, sieht man, dass sich sein Bäuchlein hebt und senkt, tief und langsam. Das ist unser natürlicher, angeborener und gesunder Bauchatmungsreflex und so sollten alle Menschen lebenslang atmen. Bedauerlicherweise haben sehr viele Menschen unserer modernen Gesellschaften die Fähigkeit einer gesunden, natürlichen Atmung eingebüßt – eine Fähigkeit, die wir alle als Baby und Kleinkind besaßen.“ (Prof. Gordon, Washington Post, 2000).
Stress begleitet die Menschen oft seit dem Kindesalter. Dass die Stressreaktion, nämlich den Körper für Flucht oder Kampf zu aktivieren, in Vorzeiten gut und nützlich war, heute aber oft nicht mit körperlicher Aktivität einher geht, gehört mittlerweile zum Alltagswissen. Auch wissen wir, dass dabei u.a. die Herztätigkeit angeregt wird. Zu den Stressreaktionen gehört auch eine schnellere Atmung über den Brustkorb, damit bei körperlicher Anstrengung genug Atemgase ausgetauscht werden können. Wie die übermäßige Herztätigkeit auf Dauer zu Herz-Kreislaufschäden führt, so gibt es auch Schädigungen durch übermäßige Atmung. Eine in Deutschland bisher wenig bekannte Atemgymnastik hilft, die gesunde Atmung wieder herzustellen. Von verblüffenden Genesungen wird berichtet.
Es ist eigentlich nichts Neues. Im Yoga spielt die Kontrolle über die Atmung (Pranayama) eine wichtige Rolle. Die s.g. Bauchatmung oder Zwerchfellatmung ist allgemein anerkannt als die „gesunde“ Atmung, während die Brustatmung als ungesund gilt. Aber warum dies so zu sehen ist und welchen Zusammenhang die Atmung mit Stress und den damit einhergehenden Zivilisationskrankheiten hat, wird erst deutlich, wenn man, wie hier dargestellt werden soll, den russischen Forschungsergebnissen folgt.

Krank durch falsches Atmen - Blutgase im Ungleichgewicht 
„Frau Dr. Silvia Smolka (1) erklärt den Kern der Methode folgendermaßen: Weniger ist mehr. Dies gilt für viele Dinge – besonders aber auch für das Atmen. Stressbedingt, weil ständig abgehetzt und daher schließlich gewohnheitsmäßig atmen die meisten von uns in ihrem täglichen Leben zuviel. Es wird zwar mehr Sauerstoff eingeatmet, aber dieser kann nicht optimal genutzt werden. Denn gleichzeitig verlieren wir mit dem vielen Atmen zu viel Kohlendioxid und bringen unsere Blutgase ins Ungleichgewicht. (Mehr dazu weiter unten) Das Atemzentrum im Gehirn stellt sich im Laufe der Zeit durch die ständige Überatmung (siehe unten) auf einen niedrigeren CO2-Wert ein. Deshalb wird seitens des Atemzentrum bereits dann eine Atembeschleunigung initiiert, wenn die CO2-Konzentration noch unter dem normalen Wert liegt. Über lange Zeit kann der Körper das Ungleichgewicht in den daraus resultierenden physiologischen Vorgängen durch Pufferung ausgleichen, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo die Puffer erschöpft sind und ungünstige Atemmuster sich in unterschiedlichen Gesundheitsbeschwerden äußern können.“
Stress führt zu Hyperventilation, d.h. zu schneller Atmung, wodurch zuviel Kohlendioxid abgeatmet wird. Täglich ein bisschen Stress bedeutet chronische Hyperventilation. Das Krankheitsbild wird „Hyperventilations-Syndrom“ genannt und zeigt sich in den typischen „Zivilisationskrankheiten“, wie in Asthma bronchiale, Herz-Gefäss-Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem, Allergien u.a.m.
Schon junge Menschen lernen fälschlicherweise, dass viel atmen gut sei. Sie lernen, dass Atmung sichtbar wird im Heben und Senken des Brustkorbs, aber nicht im Vor- und Zurückwölben des Bauches.Warum fällt es uns heute so schwer, uns auf den Gedanken einzulassen, dass ein großes Atemaufkommen geradezu schädlich ist? Warum steht im Vordergrund die Vorstellung, Kohlendioxid sei ein reines Abfallprodukt, das ausgeschieden werden muss, je mehr desto besser? Wie kommen wir zu der Vorstellung, viel Atmen sorge automatisch dafür, dass der damit aufgenommene Sauerstoff auch von den Geweben genutzt werden könne?

Ein Stück Wissenschaftsgeschichte
„Der russische Wissenschaftler S.N. Zinatulin schaut zurück (2): In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entdeckte Mayow, ein englischer Arzt, dass eine Maus und eine brennende Kerze ein und dieselben Bestandteile aus der Luft verbrauchen. Im Jahr 1777 bekam das Gas von .Lavoisier seinen Namen „Sauerstoff (Oxigen)“.Anfangs hatte die medizinische Wissenschaft zunächst den Sauerstoff und seine Rolle beim Atmungsprozess erforscht.
Während der Sauerstoff mehr als ein Jahrhundert lang erforscht wurde, wurden die Bedeutung und der Nutzen des Kohlendioxids für den Körper übersehen.
Wenn aber die Kohlensäurekonzentration niedrig ist, ist es notwendig, dies zu korrigieren. Diese Vorstellung wurde deutlich von Buteyko geäußert, einem russischen Wissenschaftler hohen Ranges, dem Begründer der Methode der willentlichen Vermeidung der Hyperventilation.“

Buteyko - Der Mann und seine Entdeckung 
Auf der Internetseite von Dr. Ernst Adams (3) sind wesentliche Aspekte der Forschungsarbeiten von Buteyko wie folgt dargestellt: Der ukrainische Arzt Prof. Dr. K. Buteyko hat vor über 50 Jahren ein medizinisches Modell zur Entstehung der Atemwegsverengungen durch Schleim oder Verkrampfung entwickelt und wissenschaftlich ausführlich belegt. Demzufolge sind diese in der Regel eine Folge zu schnellen Atmens (`Hyperventilation`) Buteyko wurde auf den schädigenden Einfluss schneller Atmung aufmerksam, als er damit beauftragt war, schwerst- und todkranke Patienten zu betreuen. Je schneller und lauter die Patienten atmeten, desto schlechter ging es ihnen. Er beschäftigte sich daraufhin eingehend mit der Biochemie, die der Atemsteuerung zugrunde liegt, und entdeckte die Bedeutung der Kohlendioxidregulation.
Seine Forschungen betrafen in erster Linie die Atemwegserkrankungen, weil diese sehr schnell durch eine Atemumstellung positiv beeinflusst werden konnten. Buteyko kam jedoch zu der Ansicht, dass eine Vielzahl der heute zu findenden Krankheiten und Beschwerden ursächlich auf Hyperventilation zurückgeführt werden können. Und wenn dies die Ursache ist, können sie gelindert oder geheilt werden, wenn der Patient sich die Hyperventilation wieder abgewöhnt.
Anfangs stieß Buteykos Theorie auf erheblichen Widerstand in der medizinischen Fachwelt der damaligen UdSSR. Es dauerte bis 1980, also etwa 30 Jahre, bis sie von der sowjetischen Akademie der Wissenschaften anerkannt wurde. Heute werden in vielen Kliniken Asthmatiker, aber auch Menschen mit anderen Krankheiten wie z. B. Bluthochdruck, nach seiner Methode `behandelt`. D. h. sie werden für einige Zeit betreut und darin unterwiesen, ihre Atmung umzustellen.“ (Dr. Ernst Adams)

Die bedeutende Rolle des Kohlendioxids im Körper 
Lange Zeit galt Kohlendioxid als "Abfallprodukt" des Körpers. Aber die wissenschaftlichen Forschungen haben gezeigt, dass Kohlendioxid ein sehr wichtiger Faktor ist, der die biologischen und physiologischen Prozesse beeinflusst. Kohlendioxid beeinflusst den Stoffwechsel in den Zellen, den Zustand der glatten Muskulatur der inneren Organe und der Gefäße, den Zustand des Nervensystems, das Säure-Base-Gleichgewicht und den Prozess der Trennung des Sauerstoffs vom Hämoglobin während des Durchgangs des Blutes durch die Kapillaren. Überatmung, d.h. übermäßige Kohlendioxid-Abgabe durch zu schnelle Atmung, führt zu erhöhter Alkalinität des Blutes. Um diese auszugleichen, scheiden die Nieren Alkali-Ionen (Bicarbonat, Kalium, Calcium und Magnesium) über den Urin aus, was zu einem Mineralverlust führt. Langandauernde Überatmung reduziert die Bildung zahlreicher wichtiger Hormone und Neurotransmitter im Körper. Unter anderem steigt das allgemeine Erkrankungsrisiko, da durch den verringerten Sauerstoffgehalt im Gewebe die Abwehrkräfte des Körpers abnehmen. Hier werden einige Wirkmechanismen des Kohlendioxids aufgezeigt:

Das Sauerstoffparadoxon 
Wir atmen, damit Sauerstoff im Blut zu den Geweben gelangt, wo er für die Energiegewinnung unabdingbar ist. „Aber nur jener Sauerstoff stellt für den Organismus einen Gewinn dar, der von den Geweben aufgenommen werden kann. Nicht jener, den sie nicht aufnehmen können.“ (Viktor Krauter) Damit der Sauerstoff überhaupt in die Zellen gelangt, ist das Kohlendioxid (CO2) in der Atemluft von entscheidender Bedeutung. (nach Viktor Krauter). 

Das Kohlensäure-Arteriolen-Phänomen
Der innere Durchmesser der Arteriolen wird größer, das heißt sie weiten sich, wenn die Kohlendioxidkonzentration im Blut steigt. Umgekehrt verengen sich die Arteriolen, wenn zu wenig Kohlendioxid im Blut ist. Diese Verengung führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks und zu einer schlechten Versorgung unserer Extremitäten mit Blut, die Hände und Füße können kalt werden.

Das Phänomen der Kapillarisierung:
Das Kapillarnetz unserer feinsten Adern, durch das die Nährstoffe aus dem Blut in unsere Zellen gelangen und Schadstoffe aus unseren Zellen abtransportiert werden wird dichter durch die kohlensäure-ansammelnde Atemmethode. Geschlossene Kapillaren werden geöffnet, neue bilden sich.

Das Kohlensäure-Anastomosen-Phänomen:
Wegen der oben beschriebenen Blutdrucksteigerung öffnen sich die Anastomosen (Kurzverbindungen von Arterie zu Vene, die sich vor den Kapillarnetzen befinden). Das hier durchfließende Blut gelangt nicht zu den Zellen, der Sauerstoff wird wirkungslos wieder ausgeatmet. Ist aber mehr Kohlendioxid im Blut, schließen bzw. verengen sich die Anastomosen, das Blut gelangt in die Kapillarnetze und versorgt die Zellen.

Das Kohlensäure-Sauerstoff-Phänomen:
Die Abgabe des Sauerstoffs vom Blut an die Gewebe geschieht vollständiger und leichter bei optimalem Kohlendioxidgehalt des Blutes. Es handelt sich hier um den Bohr`schen Effekt, genannt nach dem dänischen Physiologen Christian Bohr, der ihn 1904 entdeckte. Er besagt: Je höher die Konzentration des Kohlendioxids bzw. der Kohlensäure im Blut, desto leichter trennt sich der Sauerstoff vom Hämoglobin. 
Das Hämoglobin kann den Sauerstoff also nur ans Gewebe abgeben, wenn genügend Kohlendioxid im Blut ist, sonst bleibt der Sauerstoff ans Hämoglobin gebunden und kann das Gewebe nicht erreichen.

Die Methode der Gesund-Atmung nach Buteyko
Wenn man langsamer atmet, verbleibt mehr CO2 im Blut. Dadurch kann der Sauerstoff sich leichter vom Hämoglobin trennen und in die Körperzellen diffundieren. Demzufolge ist anzuraten, das Atemvolumen generell zu reduzieren, indem man möglichst langsam und leicht (geräuschlos) atmet. Dabei sollte sowohl Einatmung als auch Ausatmung über die Nase geschehen, da die Verengung des Luftweges durch die Nasenatmung beim Einatmen das Zwerchfell aktiviert und somit die Bauchatm
ung fördert und beim Ausatmen einen übermäßigen CO2-Verlust verhindert. 

Das Atmen neu lernen bedeutet: Alle Entspannungstechniken, so auch im Yoga, bringen uns die Zwerchfellatmung (auch Bauchatmung genannt) näher. Sie ist bekannt als die gesunde entspannende Atmungsmethode. Aber was daran gut ist, wird kaum jemals erklärt. Zwerchfellatmung ist das Atmen durch längere Bronchienwege. Man atmet „tiefer“ als bei der Brustatmung. Der „Gas-Vermischungsraum“ ist größer. Dadurch wird eine größere Menge Restluft wieder eingeatmet, die relativ viel Kohlendioxid enthält. Größere Mengen an Kohlendioxid verbleiben im Blut wodurch ins Gewebe mehr Sauerstoff abgegeben werden kann. Die Buteyko-Methode kann rein willentlich geübt werden und /oder mit Hilfe von einfachen Geräten zum Atemtraining, z.B. mit dem Frolov-Atemgerät:

Frolov forscht weiter und entwickelt ein einfaches Gerät zum Atemtraining 
Prof. W. Frolov, Biochemiker aus Russland, nahm die Forschungsergebnisse von Buteyko und anderen auf und forschte weiter. Mit ungewöhnlichen physikalischen Methoden wie der Kirlian-Photographie entdeckte er weitere erstaunliche Phänomene und Zusammenhänge bei den Atmungsvorgängen. Als ein Resultat seines Wirkens entwickelte er ein einfaches Hilfsgerät für das Atemtraining, genannt „Frolov- Atemtrainingsgerät“ (Frolov-ATG), mit dem es möglich ist, verschiedene Effekte des Trainings leichter zu erreichen wie die Änderung des Gasmischungsverhältnisses und das Training des Zwerchfell-Muskels. Das Gerät erhielt im Jahr 1995 vom Russischen Gesundheitsministeriums die Anerkennung und das Patent und ist auch für den EU- Raum zertifiziert.

Wie wirkt die Buteyko-Methode?
Nach einigen Monaten des täglichen Übens stellt sich die neuronale Steuerung der Atmung auf den ursprünglichen Sollwert zurück. Die Aufmerksamkeit des Patienten richtet sich lebenslang darauf, nicht wieder in alte Atemmuster zurück zu fallen. Wohl aber kann man zuversichtlich annehmen, dass man aus eigener Kraft gesund wird, ein Leben weitgehend ohne Medikamente führen wird und bis ins hohe Alter gesund bleibt. Auch ist zu erwarten, dass die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken geringer ist, denn ein intaktes Immunsystem schützt.

Ist die Wirksamkeit der Methode wissenschaftlich bewiesen? 
Klinische Studien:
In der UdSSR wurden die Werte von Hunderten von Patienten aufgenommen. Da bei Asthma schon nach kurzer Zeit deutliche Erfolge auftreten, wurden die meisten klinischen Untersuchungen an diesem Krankheitsbild durchgeführt. Mehr nebenbei zeigten sich Genesungen ebenso bei vielen anderen Leiden (s.u.). In der UdSSR wurde im Jahr 1995 eine klinische Studie an Tschernobyl-Opfern durchgeführt, es zeigten sich deutliche und vielfältige Besserungen. Untersuchungen zur Wirkung bei Diabetes und Wechseljahres-Beschwerden liegen vor.„Bisher gibt es nur wenige Ansätze der westlichen Schulmedizin, diese Sichtweise zu prüfen. Ein Schritt in diese Richtung war eine vor 10 Jahren in Brisbane, Australien, durchgeführte klinische Untersuchung an 40 Menschen, die seit langem an schwerem Asthma litten. Diese Untersuchung belegte mit hoher statistischer Signifikanz, dass eine Umstellung ihrer Atemweise den Asthmatikern nach einigen Wochen des Übens eine Reduzierung ihrer Notfallsprays um durchschnittlich 90% und ihrer vorbeugenden Medikamente (Cortison) um 50% ermöglicht. Weitere Studien werden z. Zt. in England durchgeführt. Es werden wahrscheinlich die Menschen sein, denen diese Methode hilft, die schließlich ihre Ärzte bewegen werden“. (Dr. Ernst Adams)

Welche Wirkungen sind zu erwarten?
Da die Verbesserungen grundsätzlicher Art sind, treten Genesungen bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern auf.
Entsprechend werden Genesungen und deutliche Verbesserungen des Gesundheitszustands bei unten aufgeführten Leiden beobachtet:Es werden mehr als 150 Krankheiten angeführt (u.a. Herzkrankheit, Diabetes, Asthma, Krebs, Panikstörungen, COPD, Schlafapnoe u.v.m.), die sich mit dem Atemtraining positiv beeinflussen lassen. Tatsächlich ist damit aber nur das vielfältige Krankheitsbild des chronischen Hyperventilations-Syndroms beschrieben, das behoben wird. 
So betrachtet ist die Buteyko-Methode ein universelles Heilmittel.Da die Wirksamkeit gerade bei Asthma besonders gründlich erforscht wurde, soll hier kurz darauf eingegangen werden.

Atemlos durch falsches Atmen ? 
- Leben ohne Asthma -
„Wir wissen, dass es kein Asthma und keinen Bronchospasmus gäbe, wenn das CO2-Niveau in den Lungen der Erkrankten nicht abnormal niedrig wäre.“ (Dr. Buteyko)
Frau Dr. Smolka hat bei sich selbst schweres Asthma geheilt mit der Buteyko-Atemmethode. Dadurch motiviert ist sie inzwischen eine der wenigen Therapeutinnen in Deutschland geworden.
Stellt man seine Atmung dauerhaft um auf ein normales Maß, treten die Beschwerden kaum noch oder gar nicht mehr auf.

Warum ist die Methode nicht bekannter?
Leider sind die Grundlagen dieser Methode bisher nur in englischer und russischer Sprache veröffentlicht. Dies ist wohl mit ein Grund für ihren geringen Bekanntheitsgrad in Deutschland. Weltweit hat die Heilmethode zu eindrucksvollen Heilerfolgen geführt, u.a. in USA, Australien, Kanada.
Ein großes Interesse, endlich mehr von den Methoden der Gesund-Atmung zu erfahren, können nur die Patienten haben. Was fehlt, sind qualifizierte Therapeuten und ein Bewusstseinswandel in der Bevölkerung weg vom Pillenschlucken hin zum eigenverantwortlichen Umgang mit der eigenen Gesundheit. Im Bereich Fitness investieren bereits viele Menschen Zeit und Geduld. Diese Einstellung gilt es zu übertragen.

Wie kann man die Methode erlernen?
Wenn man die Buteyko-Methode bereits beherrscht, ist man versucht zu sagen: „So schwer ist das nicht, jeder kann sich die Methode selbst beibringen.“ Die Erfahrung zeigt aber, dass es mehrere Gründe gibt, dies nur eingeschränkt zu bejahen. Nicht viele Menschen sind in der Lage, in eigener Regie Bewegungen zu erlernen, so dass eventuell die Zwerchfellatmung nicht korrekt ausgeführt wird, man sich überfordert, die Anweisungen missversteht,…. Nicht zu unterschätzen ist darüber hinaus die Frage der Motivation. Körperliche Besserungen stellen sich oft erst nach einigen Monaten ein. Bis dahin heißt es: Täglich 25 Minuten trainieren. Gespräche zum Verständnis mit einem Therapeuten sind für das Durchhalten daher oft zwingend erforderlich. Leider gibt es in Deutschland noch viel zu wenige Therapeuten. Vielleicht wird sich dies in Zukunft ändern. Das Frolov-ATG wird über das Internet verkauft, es liegt eine ausführliche Gebrauchsanleitung bei. Es gibt bereits Selbsthilfegruppen, die ihre Motivation in regelmäßigem Erfahrungsaustausch stützen.

Wo findet man weitere Informationen? -Quellen dieses Textes-

Frovols Atemtrainer:
Sehr empfehlenswert, wenn schon Erkrankungen bestehen, die mit einem erniedrigten Kohlendioxidgehalt des Blutes und somit erniedrigten Sauerstoffgehalt der Zellen verbunden sind!

Hilfreiche Handy-App zum Üben:

Hilfreiche Videos:
"3 x 3 Breathing": https://youtu.be/XtAK_sNbKB0
"Small Breath Holds": https://youtu.be/y-VRRDnCldU

Hilfreiche Atemmeditation:

Hilfreiches Buch: 
Patrick Mc Keown: "Erfolgsfaktor Sauerstoff: Wissenschaftlich belegte Atemtechniken, um die Gesundheit zu verbessern und die sportliche Leistung zu steigern":

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von Vistaprint