Dr. med. Theresa Maria Zeller -

Was sollte ich beachten bei erhöhtem Blutdruck?
 
Pflanzenbasierte, vollwertige Ernährung: Gemüse, Salate, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Früchte, Samen, Nüsse, Kräuter und Gewürze senken den Blutdruck. Tierische und denaturierte Produkte wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier, Zucker, Süßstoffe, Alkohol, Margarine oder Frittiertes steigern den Blutdruck. Der hohe Gehalt an gesättigten Fetten in tierischen Produkten verursacht Arteriosklerose, die Gefäßwände werden starr, das Blut wird „dick“ durch den Überschuss an Fett, das Herz muss mit erhöhtem Druck pumpen, um das zu "dicke" Blut noch durch die verengten Gefäße drücken zu können. Ausserdem können Gefäße mit Ablagerungen nicht mehr genügend Stickstoffmonoxid (NO) bilden, das gefäßerweiternd wirkt und die Blutkörperchen vom verklumpen abhält. Unzählige Studien zu diesem Thema finden Sie z.B. bei Dr. Michael Greger (Buch „How not to die“). Um das zu "dicke" Blut zu verdünnen und so den Blutdruck zu senken hat es sich auch sehr bewährt, gleich morgens einen halben Liter Wasser zu trinken, am besten mit etwas Zitrone, um gleichzeitig die Leber (unseren "Blutfilter") zu entgiften.

Besonders stark blutdrucksenkende Lebensmittel sind:
Obst: Aprikosen, Cranberrys,  Datteln, Mango, Orangen und Mandarinen, Weintrauben, Bananen
Gemüse: Artischocken, Kohl, Rettich und Radieschen, Staudensellerie, Zwiebeln, Rote Beete und Rote-Beete-Blätter, Mangold, Eichblattsalat, Kopfsalat, Rukola, Spinat, Rhabarber
Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen: Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, frisch gemahlener Leinsamen, Kokosnuss
Kräuter, Tees und Wildpflanzen: Zitronenmelisse, Rotklee als Tee, Hibiskustee, Chaga-Pilz, Löwenzahntee, Korianderkraut
(Buch: Anthony William „Medical Food – Warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament“
                                                                                                      
Achten sie auf das richtige Salz, Kochsalz und jedes andere „Industriesalz“ (auch Bad Reichenhaller Salz!) lässt den Blutdruck steigen, da dem Kochsalz alle wichtigen Mineralien geraubt wurden, es enthält nur noch  Natrium und Chlorid. Natürliches Salz enthält bis zu 80 verschiedene Mineralien und Spurenelemente.
Überschüssiges Kochsalz kann Mangels der fehlenden Mineralien und Spurenelemente von den Nieren nicht so leicht ausgeschieden werden und bindet dadurch zusätzlich Wasser in den Blutgefäßen, was den Blutdruck erhöht. Kochsalzarme Ernährung bedeutet auch das Verzichten auf Wurstwaren, Würzsoßen mit hohem Salzanteil und Fertignahrung, da diese viel Kochsalz enthalten.
Empfehlenswert sind natürliche Salze wie Ursalz, Steinsalz, Meersalz oder Kristallsalz. Besonders gut geeignet aufgrund des hohen Kaliumgehaltes ist das Dr. Jakobs Blutdrucksalz: www.blutdruck-salz.de)

Richtige Atmung (nur durch die Nase ein- und ausatmen, Bauchatmung statt Brustatmung, möglichst langsam und leicht, möglichst lange Pause nach dem Ausatmen) aktiviert den Parasympatikus (Entspannungsnerv) senkt nachgewiesenermaßen den Blutdruck.
 
Stress reduzieren und Entspannungstechniken lernen wie z.B. Progressive Muskelentspannung nach Jakobson.
 
Ausreichend Bewegung, zum Beispiel täglich 30 Minuten Spazierengehen oder Radfahren.
 
Auf ausreichend guten Schlaf achten, zu wenig Schlaf kann zu erhöhtem Blutdruck führen. 
Dafür ist es wichtig, koffeinhaltige Getränke auf die Morgenstunden zu reduzieren (ein Viertel des Koffeins vom Morgenkaffee ist um Mitternacht noch im Körper!).
Alkohol abends meiden oder nur in Maßen trinken, gegen vier Uhr morgens verwandelt sich der zuerst müde machende Alkohol während des Entgiftungsvorgangs in der Leber in Aldehyde, die stimulierend wirken und oft zu dem typischen nächtlichen Erwachen um 3-4 Uhr morgens führen. 
Blaues Licht von Computern, Handys und Fernsehern abends meiden, es hemmt die Ausschüttung von Melatonin, verschiebt damit unseren Schlafrhythmus und fördert die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Dies wird mit zahlreichen Krankheitsbildern in Zusammenhang gebracht und schwächt insgesamt das Immunsystem und die Zellregeneration.
Der Schlaf zwischen 22 Uhr und 2 Uhr ist der wichtigste, in dieser Zeit finden die meisten Regenerationsvorgänge statt. 
Auch bei Schlafstörungen kann der Körper in dieser Zeit am besten regenerieren, wenn man die Augen geschlossen hält und den Raum maximal abdunkelt (Selbst das Licht einer Straßenlaterne kann die Melatoninausschüttung vermindern).


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